Neue Lenk- und Ruhezeiten für Carfahrer im Gespräch

  ( Stephanie | Xmatik )

475049_web_R_by_Erich Westendarp_pixelio.deDie EU-Kommission befasst sich derzeit mit entsprechenden Vorschlägen der IRU (International Road Transport Union), die um Anpassung der EU-Richtlinien kämpft. Die aktuelle 12-Tage-Regelung bringe keinen Mehrwert, die starre maximale Tagesdienstzeit des Chauffeurs verunmögliche eine Reaktion auf unvorhergesehene Vorfälle und die unflexible wöchentliche Ruhezeit werde den Ansprüchen von saisonalen Schwankungen nicht gerecht.

Der Verband schlägt folgende Anpassungen bzw. Flexibilisierungen vor:

Wöchentliche Ruhezeit und 12-Tage-Regelung

Verbesserte soziale und Arbeitsbedingungen für Fahrer aus der Bustouristik-Branche
* Erweiterte Ruhezeiten, die zu Hause als Ausgleich für Wochen mit reduzierter Ruhezeit genommen werden können. Dies würde für eine zufriedenstellendere Work-Life-Balance sorgen (d. h. regelmäßige kurze Urlaube).
* Fahrer aus der Bustouristik-Branche könnten je nach saisonaler Nachfrage flexibler eingesetzt werden. Diese gesteigerte Produktivität sollte zu sichereren Arbeitsplätzen und besseren Verdienstmöglichkeiten führen.

Bessere Servicequalität für Kunden
* Ein höheres Maß an Flexibilität würde es Betreibern aus der Bustouristik- Branche ermöglichen, ihren Kunden einen durchgängigen Service zu bieten, unnötige Reiseunterbrechungen zu vermeiden und somit die Attraktivität der Bustouristik-Dienstleistungen zu erhöhen.
* Einer steigenden Anzahl von nichteuropäischen Touristen könnten mehr Möglichkeiten und besser abgestimmte inländische Bustouren angeboten werden. Denn in einem globalen Markt müssen wir die besten Reiseerfahrungen bieten können.

Mehr operative Flexibilität für Unternehmen
* Fähigkeit, die operativen Anforderungen der Bustouristik-Branche zu berücksichtigen, die durch hohe Saisonalität der Servicenachfrage gekennzeichnet und auf die Präferenzen der Touristen ausgerichtet ist.
* Fähigkeit, die Schichten von Reisbusfahrern basierend auf der
Servicenachfrage zu planen. Der gleiche Busfahrer wäre in der Lage, die Reisegruppe für die Dauer der Bustour zu begleiten, was das Vertrauen in die Kundenbetreuung und deren
Qualität steigern würde.
* Verbesserte Wettbewerbsposition für inländische Betreiber aus der Bustouristikbranche, wenn inländische Bustouren von mehr als 6 Tagen angeboten werden können.
* Vermeidung der Kosten für Ersatzfahrer im Falle von inländischen Bustouren von mehr als sechs Tagen; geringerer Bedarf, Ersatzfahrer für inländische Bustouren zu finden (und zu bezahlen).
* Reduzierung unnötiger Ausfallzeiten für Fahrer aufgrund der aktuellen Vorschrift, unmittelbar nach Inanspruchnahme der Ausnahmeregelung eine 90- oder 69-stündige Pause einzulegen.

Verteilung über den Tag

Verbesserte soziale und Arbeitsbedingungen für Fahrer aus der Bustouristik-Branche
* Weniger Grund zur Eile bei der Erledigung der täglichen Aufgaben, die durch unvorhergesehene Umstände, Staus, Verzögerungen oder Kundennachfragen entstehen können.
* Bessere Verteilung über den Tag, was es Fahrern aus der Bustouristikbranche ermöglicht, für ihre Ruhezeit, auch des Nachts, öfter nach Hause zurückzukehren.

Bessere Servicequalität für Kunden
* Die Kundennachfrage könnte besser berücksichtigt werden, wodurch auch der Service flexibler und attraktiver würde.
* Es könnten mehr Tagestouren geplant werden.

Mehr operative Flexibilität für Unternehmen
* Fähigkeit, auf unerwartete Ereignisse effektiver zu reagieren.

 

Die IRU-Broschüre können Sie über folgenden Link herunterladen (PDF):  download.xmatik.ch/dokumente/IRU_RevisionLenkRuhezeitenEU.pdf

 

Bildquelle: Erich Westendarp  / pixelio.de

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